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Migrationsechtheit von Pigmenten

Colorex pigment migrasyon haslığı testleri

Was ist Migrationsechtheit?

In der Kunststoffindustrie bezeichnet Migration das Phänomen, bei dem farbgebende Pigmentmoleküle ihre Löslichkeitsgrenze innerhalb der Polymermatrix überschreiten, ein thermodynamisches Ungleichgewicht erzeugen und an die Oberfläche wandern (Blooming) oder Farbe auf eine andere kontaktierende Phase übertragen (Bleeding). Insbesondere in flexiblen Polymeren mit niedriger Glasübergangstemperatur (Tg), amorphen Strukturen oder hohen Weichmacheranteilen (wie Weich-PVC, EVA, TPU) nimmt das freie Volumen zwischen den Makromolekülen zu, wodurch der Diffusionskoeffizient und die molekulare Beweglichkeit der Pigmente maximiert werden.

Auch das in Extrusions- und Spritzgussprozessen häufig auftretende Plate-out-Problem ist eine direkte Folge geringer Migrationsbeständigkeit. Dieser kritische technische Parameter, der Produktqualität, toxikologische Sicherheit und regulatorische Konformität bestimmt, wird nach internationalen Standards wie DIN 53775 geprüft und auf einer Grauskala von 1 bis 5 bewertet. Auf dieser Skala steht der Wert 1 für starke Phasentrennung und Farbausbluten, während der Wert 5 absolute Migrationsechtheit ohne molekulare Migration anzeigt.

In hochspezifizierten Anwendungen wie Kabelisolierungen, Medizinprodukten, Mehrschichtfolien und Lebensmittelkontaktverpackungen ist der Einsatz von Premium-Pigmentsystemen mit maximierter chemischer Stabilität und hohem Molekulargewicht zwingend erforderlich. Die von uns bei Colorex hergestellten Masterbatch-Formulierungen verankern sich auf mikroskopischer Ebene in der rheologischen und morphologischen Struktur des Trägerpolymers, stoppen die Diffusion der Farbpartikel vollständig und garantieren makellos die visuelle Integrität Ihres Endprodukts sowie dessen Konformität mit internationalen Vorschriften.

Migrationsechtheit (Grauskala 1–5, DIN 53775)

Typische Migrationsechtheit nach Polymer/Anwendung (Grauskala 1–5):

Medium / PolymerBewertungMigrationsrisiko
Hart-PVC4–5Niedrig
Weich-PVC (weichgemacht)2–3Hoch
Polyolefine (PE/PP)4–5Niedrig
Styrolpolymere (PS/ABS)3–4Mittel
EVA / TPU (flexibel)2–3Hoch
Technische Kunststoffe (PA/PC/PET)4–5Niedrig

Häufig gestellte Fragen und Lösungen

Ein technischer Leitfaden mit 50 Fragen, zusammengestellt aus der Praxiserfahrung des Colorex-Engineering-Teams.

Was ist Migrationsbeständigkeit?
Es ist die Eigenschaft von Pigmentmolekülen, im Polymer zu verbleiben, ohne zu wandern; eine geringe Migration verhindert das Ausbluten der Farbe und das Ausschwitzen an die Oberfläche.
Wie entsteht Migration?
Wenn das Pigment die Löslichkeitsgrenze im Polymer überschreitet, entsteht ein thermodynamisches Ungleichgewicht; es schwitzt an die Oberfläche aus (Blooming) oder geht in die benachbarte Phase über (Bleeding).
Was ist Blooming (Ausschwitzen)?
Es ist das Austreten des Pigments/Additivs an die Oberfläche unter Bildung einer weißlichen oder farbigen Schicht; dies wird durch ein System mit geringer Migration verhindert.
Was ist Bleeding (Ausbluten)?
Es ist der Übergang der Farbe in ein anderes Material/eine andere Phase, mit dem sie in Kontakt steht; bei mehrschichtigen und lebensmittelkontaktierenden Produkten ist dies ein kritisches Problem.
Wie wird die Migrationsbeständigkeit bewertet?
Nach Normen wie DIN 53775 auf der Graustufenskala von 1 bis 5; 1 bedeutet starke Migration, 5 bedeutet keinerlei Migration.
Bei welchen Polymeren ist das Migrationsrisiko hoch?
Bei amorphen oder weichmacherhaltigen, flexiblen Polymeren mit niedriger Glasübergangstemperatur (Weich-PVC, EVA, TPU); hier ist die molekulare Beweglichkeit hoch.
Wie hoch ist das Migrationsrisiko bei Hart-PVC?
Es ist gering (Stufe 4-5); da die molekulare Beweglichkeit in der starren Struktur eingeschränkt ist, ist die Pigmentmigration gering.
Warum ist das Risiko bei Weich-PVC (weichmacherhaltig) hoch?
Der Weichmacher erhöht das freie Volumen und erleichtert die Diffusion; es werden Pigmente mit hohem Molekulargewicht und geringer Migration benötigt.
Was ist Plate-out (Formbelagbildung)?
Es ist die Ablagerung des Pigments/Additivs an der Formoberfläche; es ist eine Folge geringer Migrationsbeständigkeit und wird durch verträgliche Pigmente verhindert.
Warum ist Migration bei Lebensmittelverpackungen kritisch?
Das Pigment/Additiv darf nicht in das Lebensmittel übergehen; erforderlich sind EU-10/2011-konforme, migrationsarme und schwermetallfreie Pigmente.

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